Geschichte


Die geschichtlichen Anfänge

stehen im Zusammenhang mit der Gründung der Abtei Deutz im Jahre 1002 durch Erzbischof Heribert, die er als Vermächtnis seines Freundes Kaiser Ottos III. durchführte. Zur Grundausstattung gehörte ein Hofgut am Zusammenfluss von Nuhne und Weife.

Die zugehörige Kapelle war ursprünglich die Pfarrkirche des später untergegangenen Ortes „Merklinghausen“, welcher nur noch im Namen der Kirche und des Gnadenbildes fortlebt.
Der Chorraum geht auf die Zeit der Klostergründung Deutz um 1000 zurück, die beiden Joche des Schiffes wurden um 1120 errichtet. Reste der Ausmalung vor 1300 wurden bei der letzten Renovierung 1981 freigelegt. Nach Entwürfen von Prof. Johannes Schreiber erfolgte 1994 der Einbau neuer Fenster.

Das Gnadenbild

Seit über 700 Jahren wird in der Hallenberger Wallfahrtskirche als Gnadenbild eine thronende Madonna mit Kind verehrt. Selbstverständlich war die Verehrung während einer solch langen Zeit Schwankungen unterworfen. Dazu ein Blick in die Geschichte:

In den benachbarten hessischen Herrschaften und in Wittgenstein erfolgte die Durchführung der Reformation. Hallenberg wurde dadurch noch mehr seiner ihm seit der Stadtgründung zugedachten Rolle als Grenzfeste des kurkölnischen Sauerlandes geprägt. Die verstärkte Grenzsituation führte bei der Bevölkerung nicht zu einer Aufweichung der religiösen Überzeugungen, vielmehr zu einem ganz bewussten Festhalten an allem Katholischen, eine gediegene Marienverehrung eingeschlossen.

Die Schrecken des dreißigjährigen Krieges ziehen die Wallfahrtskirche in Mitleidenschaft; schließlich lag sie ja außerhalb der schützenden Stadtmauern. Brandspuren auf der Rückseite des Gnadenbildes stammen wohl aus dieser Zeit.

1927 wird die Wallfahrt durch Pater Ansgar Pöllmann OSB neu belebt. Pater Pöllmann lässt das Gnadenbild in seiner ursprünglichen Schönheit herrichten und die originale Farbgebung des 13. Jahrhunderts kommt wieder zum Vorschein.

Was für das um 1240 entstandene Gnadenbild zu sagen ist, gilt auch für die Wallfahrtskirche. Veränderungen sind, gemessen an der langen Zeit, äußerst gering. Das eigentlich Überraschende ist vielmehr die ungebrochene Verehrung der Gottesmutter an dieser Stelle durch so viele Jahrhunderte.