Pilger wieder zurück

Nach drei Wochen aus Brasilien zurückgekehrt

Hallenberg(tha) Drei Wochen waren 15 jungen Menschen aus Hallenberg und Umgebung in Brasilien. Nach der Anreise verbrachten sie die ersten zwei Wochen in Curvelo. In dem Ort ist die Gemeinschaft „Palavra Viva“ beheimatet. Als Gäste verbrachten sie hier die Anfangszeit und integrierten sich in das dortige Leben. Es wurde viel in Gemeinschaft unternommen, aber auch der gegenseitige Kulturaustausch kam nicht zu kurz. Es gab viele Themenabende, wo typische deutsche Kultur in den Vordergrund gestellt wurde. Außerdem wurden mehrere Tagesausflüge unternommen. Nebenbei wurde die Gruppe auch dem Bürgermeister oder dem Erzbischof von Diamantina vorgestellt.

Täglich wurden Messen abgehalten, mal brasilianisch mal auf deutsche Art. Geschlafen wurde jeweils in kleinen Gruppen, in der Mitgliedern beider Gruppen waren, um auch hier eine bessere Verständigung herbeizuführen.

Ein Höhepunkt in den ersten zwei Wochen  war der Besuch der „Carisma“, einer Veranstaltung ähnlich dem Weltjugendtag, nur etwas kleiner.

Nach zwei Wochen ging es mit dem Flugzeug weiter nach Rio de Janeiro. Aber das ging mit einem weinenden und einem lachenden Auge, denn vorher mussten sie sich von vielen Menschen verabschieden, mit denen sie vorher unter einem Dach gelebt hatten, denn nur ein geringer Teil von ihnen konnte mit weiterreisen.

Dort hatte der Aufenthalt schon etwas mehr von Urlaub, wie man sich Brasilien vorstellt. Es wurde die Copacabana besucht, der Zuckerhut und natürlich die Christo-Statue. Unvergesslich wird wohl der Sonnenuntergang über Rio bleiben. Guido Schäfer, der im 2005 auch mit in Deutschland war, übernahm die Stadtführung und kümmerte sich um die Verpflegung.

Bereits nach zwei Tagen ging es dann weiter nach Sao Paulo. Dort war die Gruppe in einer Art Hotel untergebracht. Fünf Tage durfte nun entspannt und das Erlebte verarbeitet werden. Hier gab es Zeit für den Strand und Stadtbesichtigungen.

Dann waren die drei Wochen leider schon wieder vorbei und es ging zurück nach Deutschland.

Insgesamt bleiben aber viele Erinnerungen erhalten. Auffällig, so Andrea Runge, war vor allem, wie herzensgut und offen die Menschen sind, selbst wenn sie nur nach dem Weg gefragt wurden.

Besonders beeindruckt waren sie von der Musikalität der Brasilianer, die sie in allen Situationen einsetzen. Aber das hatten sie bereits das Jahr zuvor bemerkt.

Für die Gruppe war es im Nachhinein besonders wichtig auch die etwas ärmere Seite Brasiliens kennen zu lernen. Auf einem Ausflug haben sie beispielsweise in einem Kinderheim übernachtet, der hier zu Lande sehr erschreckend gewirkt hätte, aber gerade das hat diese Reise ausgemacht.

„Durch solche Erfahrungen wissen wir nun wirklich, wie gut es uns eigentlich geht“ , so die Teilnehmerin. Insgeheim wird schon wieder an einem Gegenbesuch im nächsten Jahr gearbeitet, sodass die lebhafte Begegnung immer weitergeführt wird.

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