Portrait der Pfarrgemeinde St.Heribert HallenbergEin Portrait der Pfarrgemeinde St.Heribert Hallenberg, welches 2018 vom PGR in Vorbereitung für die Pastoralvereinbarung im Pastoralen Raum Medebach Hallenberg erstellt wurde.

Unsere Kirchengemeinde lebt durch ihre vielfältigen Angebote und ehrenamtliches Engagement unterschiedlicher Gruppen, Vereine und Einzelner die auch kirchübergreifend sind. Hier möchten wir einige davon nennen: Burschenverein, Büchereiteam, Freilichtbühne (alle 10 Jahre Passions-Festspiele), Feuerwehr, Stadtkapelle, KFD, Caritas, Kirchenchor, Gitarrengruppe, Heriband (Kirchenband), Messdiener, Kirchenvorstand, Pfarrgemeinderat, Kindergottesdienstkreis-Team, Familiengottesdienstkreis-Team, Hospiz, Lektoren, Kommunionhelfer, Ordensschwestern im St. Josefs Haus. Die diversen Vereine und Gruppierungen sind gut vernetzt. Die Kirche ist im städtischen Leben gut integriert. Nur so ist ehrenamtliche Aktivität effektiv möglich. Das Engagement mit und für die Kirche wird bei uns noch großgeschrieben.

Deshalb ist es unverzichtbar für uns, dass ein Pastor vor Ort ist. So ist die Möglichkeit des persönlichen Gesprächs auf kurzem Wege gegeben. Laut Stellenplan 2024 vom Erzbistum Paderborn ist festgeschrieben, dass Hallenberg als Sitz eines Priesters bewahrt wird. Darüber sind wir sehr froh. Auch ist es uns wichtig, dass ein Pfarrbüro in Hallenberg bleibt.

In Hallenberg findet die sonntägliche Messe in der Pfarrkirche zu festen Zeiten statt, dies unterscheidet uns von unseren Ortschaften. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, ebenfalls zu festen Zeiten, die Vorabendmesse in der Kapelle des Seniorenzentrums St. Josef zu besuchen.

Zu Ostern feiern wir traditionell das Triduum am zentralen Ort in Hallenberg. Im Anschluss an die sonntäglichen Gottesdienste findet in der Osterzeit ein Osterumgang um die Pfarrkirche statt (sofern es die personelle Besetzung zulässt). Im Jahresverlauf sind diverse Prozessionen, wie z. B. Christi Himmelfahrt zur Kreuzbergkapelle, Maria Himmelfahrt, Fronleichnam im Wechsel mit den Ortschaften und drei Bittprozessionen. Jedes 2. Jahr gibt es eine Christopherusprozession, die an der Unterkirche beginnt. Dabei bringt der vom Burschenverein eigens geschmückte Sakramentswagen das Allerheiligste zur Fahrzeugsegnung zur Vierzehn Nothelferkapelle.

Der Sonntag nach Maria Himmelfahrt ist für Hallenberg ein ganz besonderer Tag. Dann steht der alljährliche Muttergottestag mit der großen Wallfahrt wieder im Mittelpunkt. Dies begründet auf eine fast 700-jährige Tradition. Schon Tage vorher sind viele Ehrenamtliche im Einsatz. So wird der Platz bei der Unterkirche gereinigt und vorbereitet. Blumen und Fichtenzweige werden für den Blumenteppich gesammelt, der von Anwohnern und Freiwilligen am Festtag frühmorgens mit viel Liebe gelegt wird. Blumengestecke im Chorraum der Pfarrkirche und am Freialtar entstehen durch professionelle, ehrenamtliche Hand. Der Burschenverein baut den Segensaltar auf und schmückt diesen.

Beim Festhochamt nehmen am Freialtar der Unterkirche jährlich über 1000 Pilger teil. Einige pilgern zu Fuß zum Gnadenbild „Unserer lieben Frau von Merklinghausen“, andere kommen auch von weit her. Auch viele Geistliche besuchen zu diesem Anlass das Gnadenbild. Nach der heiligen Messe beginnt die feierliche Sakramentsprozession. Vier jugendliche Mädchen tragen die Muttergottes über einen Blumenteppich durch die Stadt bis hin zum Segensaltar am Kump bei der Pfarrkirche. Die Muttergottes und das Allerheiligste werden begleitet von Priestern, Messdienern, Musikkapellen, dem Kirchenchor und den Pilgern. Nach dem „Tantum Ergo“, dem sakramentalen Segen und dem „Te Deum“ erhält das Gnadenbild seinen Platz im Chorraum der Pfarrkirche. Nachmittags besteht hier die Möglichkeit zu einem stillen Gebet und zum Besuch der Marienvesper. Mit der feierlichen Schlussandacht am Abend und der nachfolgenden Lichterprozession, in der die Muttergottes zurück zur Unterkirche gebracht wird, klingt der Festtag langsam aus. Doch bleibt er noch lange in schöner und dankbarer Erinnerung der Besucher.

Zur Muttergottesverehrung steht die Wallfahrtskirche Besuchern täglich offen. Sie dient vielen als ein Ort der Ruhe und des stillen Gebetes. Jeden Samstagmorgen wird dort eine heilige Messe gefeiert. Viele ehrenamtliche Gremien bieten den Gläubigen im Mai und im Oktober fünf Mal wöchentlich Mai-/bzw. Rosenkranzandachten an. Dieses Andachtsleben erfreut sich immer noch reger Beteiligung.

Neben der Unterkirche kann Hallenberg mit einigen Kapellen, die alle in das kirchliche Leben integriert sind, aufwarten. So finden in der Fastenzeit unterschiedliche Kreuzwege zur Kreuzbergkapelle statt. Hier seien als Beispiel der Kreuzweg der KFD, der Kommunionkinder, des Burschenvereins vor dem Anstecken des Osterfeuers, sowie das Kreuzweggebet der gesamten Gemeinde am Karfreitag genannt. Zusätzlich gibt es jeden Freitag in der Fastenzeit das Angebot zur Teilnahme an einer Kreuzwegandacht in der Pfarrkirche.

Eine weitere Bereicherung für die Kirchengemeinde ist die Kapelle im St. Josefs-Haus in der regelmäßige Gottesdienste gehalten werden und eine samstägliche Beichtgelegenheit besteht. Viele Kinder, sowie auch die Bewohner des Seniorenzentrums erfreuen sich am jährlichen Krippenspiel, welches vom Familiengottesdienstkreis-Team gestaltet wird.

Als weitere pastorale Orte dürfen der katholische Kindergarten Maria-Königin, sowie die städtische, katholische Grundschule nicht fehlen. Das Familienzentrum Maria-Königin ist ein wichtiger Anlaufpunkt für junge Familien und erfreut sich eines reichhaltigen Angebotes an Aktivitäten und caritativer Beratung. Besondere Freude kommt bei den Kindern auf, wenn der Pastor sie einmal im Monat besucht und ihnen in einer kindgerechten Seelsorge den Glauben näher bringt. Dies führt sich in der zweizügigen Grundschule in der dritten und vierten Klasse fort. In den dritten Klassen wird der Kommunionunterricht durch je eine Seelsorgestunde der Gemeindereferentin ergänzt. Im vierten Schuljahr übernimmt der Pastor die beiden Seelsorgestunden. So ist ein enger Kontakt des pastoralen Teams und des Lehrerkollegiums vorhanden. Auch regelmäßige ökumenische Gottesdienste haben hier einen festen Platz, insbesondere der Einschulungs- und Entlassgottesdienst. Auf diese Weise haben Eltern und Kinder die Möglichkeit einen Bezug zur Kirche
aufzubauen. So ist die Kirche auch im Alltag ansprechbar und präsent.

Das „Nikoläum“ gegenüber der Unterkirche dient unserer katholischen Kirchengemeinde als Pfarrheim und Anlaufstelle für Pilger. Es ist mit vielen Räumen der ideale Treffpunkt für unterschiedliche Gruppen und Aktivitäten, wie z. B. Musik– und Chorproben, Missionsbasar, Seniorennachmittag und Kommunion- und Firmunterricht.

So lebt unsere Kirchengemeinde sehr viel vom caritativen Miteinander, wie z.B. Krankenbesuche, Altenbesuchsdienst, Altenbetreuung, Trauerbegleitung und Hospizarbeit. Wichtig ist auch die Nachbarschaftshilfe. Insbesondere aufgrund der überalterten Gemeindestruktur ist es uns ein großes Anliegen dies weiterzuführen und auszubauen.

Durch regelmäßige Gesprächskreise befinden wir uns im stetigen Austausch untereinander, so können jederzeit neue Ideen eingebracht, diskutiert und umgesetzt werden. Auf diese Weise kann vieles erhalten bleiben, aber auch Neues entstehen.

Darum schauen wir gerne über unsere Stadtgrenzen hinaus und sind bereit für ein weiteres Zusammenwachsen mit den anderen Gemeinden im pastoralen Raum Medebach – Hallenberg.