Camping in Europa – das ist für mich jedes Mal wieder ein kleines Abenteuer. Kein Hotel der Welt kann das Gefühl ersetzen, morgens aus dem Zelt zu kriechen, frische Luft zu schnappen und zu hören, wie die Vögel um die Wette singen. Aber mal ehrlich : Nicht jeder Campingplatz ist gleich. Manche sind absolute Traumorte, andere… nun ja, eher eine Enttäuschung. Deshalb hab ich mich in den letzten Jahren quer durch Europa gecampt – und hier kommt meine ehrliche, persönliche Auswahl der besten Plätze.
Bevor ich anfange : Wer sich einen guten Überblick über verfügbare Campingplätze
verschaffen will, dem empfehle ich einen Blick auf https://espace-camping.com – dort findet man eine ziemlich umfangreiche Datenbank mit echten Bewertungen und Filtermöglichkeiten nach Region, Ausstattung und Preis.
Kroatien : Camping am Adriatischen Meer – kaum zu toppen
Wenn ich an Sommer denke, denke ich zuerst an Kroatien. Konkret : an die Halbinsel Istrien. Der Campingplatz Bi Village bei Fažana ist so ein Ort, den man einmal gesehen hat und nicht mehr vergisst. Direkt am Meer, kristallklares Wasser, Schatten durch Kiefern – und trotzdem gut erschlossen mit Sanitäranlagen, die wirklich sauber sind. Das ist nicht selbstverständlich, glaub mir.
Was mich überrascht hat : Die Plätze sind großzügig bemessen, kein Gedränge wie auf manchen deutschen Campingplätzen im August. Und die Preise ? Für diese Qualität absolut fair – wir haben im Juli ca. 35–45 Euro pro Nacht für zwei Personen gezahlt. Vielleicht nicht der günstigste Urlaub, aber jeden Cent wert.
Frankreich : Die Provence und ihre versteckten Perlen
Frankreich ist Camping-Land par excellence. Über 8.000 offizielle Campingplätze gibt es hier – da kann die Auswahl schon mal überfordern. Mein Geheimtipp : die Region rund um Gordes in der Provence. Kleine, familiengeführte Plätze, Lavendelfelder in der Umgebung, Märkte am Wochenende.
Der Camping Les Sources bei Apt ist so ein Beispiel. Keine riesige Anlage, kein Wasserpark – aber eine Ruhe, die man kaum glaubt. Morgens Kaffee unter dem Olivenbaum, abends mit einem Glas Rosé den Sonnenuntergang beobachten. Ich find das eigentlich besser als jeden Cluburlaub.
Achtung : In der Hochsaison (Juli/August) unbedingt frühzeitig buchen. Ich hab mal im Juni versucht, spontan einen Platz zu finden – fast unmöglich.
Deutschland : Ja, auch hier gibt es tolle Campingplätze
Ich sag’s direkt : Deutschland wird oft unterschätzt. Besonders Bayern und der Schwarzwald haben fantastische Plätze zu bieten. Der Camping Tegernsee zum Beispiel – direkt am See, mit Blick auf die Alpen, gepflegte Sanitäranlagen, und abends kann man ins Dorf laufen.
Was mir persönlich gut gefällt : die Verlässlichkeit. In Deutschland weiß man eigentlich, was man bekommt. Sauberkeit, Ordnung, klare Regeln. Für Familien mit Kindern besonders angenehm.
Spanien : Katalonien und die Costa Brava
Die Costa Brava ist vielleicht nicht mehr ganz unbekannt – aber sie bleibt ein absoluter Klassiker, und das aus gutem Grund. Die Kombination aus roten Felsen, azurblauem Wasser und lebendigen Stranddörfern ist einfach unschlagbar.
Der Camping Cala Llevadó bei Tossa de Mar liegt direkt über einer kleinen Bucht. Man geht buchstäblich die Treppe runter und springt ins Meer. Die Anlage hat Pools, Restaurants, alles – aber der eigentliche Star ist die Lage. Atemberaubend, und das ist kein Klischee.
Ein kleiner Hinweis : Im August ist es voll. Wirklich voll. Wer Ruhe sucht, sollte Anfang Juni oder Mitte September kommen – das Meer ist immer noch warm, aber die Menschenmassen fehlen.
Italien : Toskana und Gardasee – zwei Welten, beide wunderbar
In Italien ist Camping fast schon Philosophie. Am Gardasee gibt es unzählige Plätze, aber der Camping Baia Verde bei Malcesine sticht heraus. Olivenbäume, direkter Seezugang, gute Wasserqualität – und abends fahren alle mit dem Moped ins Dorf. Das Flair ist einfach anders.
Die Toskana hingegen bietet etwas Besonderes : Hügellandschaft, Weinberge, mittelalterliche Städtchen in der Nähe. Der Camping Panorama del Chianti ist kein Luxusresort – aber genau das ist der Charme. Rustikal, authentisch, mit einer Gastfreundschaft, die man in Hotelketten vergeblich sucht.
Niederlande : Familienfreundlich und überraschend schön
Jetzt mal was Unerwartetes : Die Niederlande. Ich war skeptisch – flach, windig, viel Fahrrad. Aber dann war ich auf dem Recreatiepark De Boshoek in der Veluwe-Region. Mitten im Wald, Wildtiere in der Umgebung, super Infrastruktur für Kinder.
Für Familien vielleicht sogar besser geeignet als mancher Mittelmeer-Platz. Kein Gedränge, faire Preise, und die Holländer selbst sind als Nachbarn auf dem Campingplatz einfach angenehm.
Was macht einen guten Campingplatz aus ? Meine persönliche Checkliste
Nach Jahren des Campens hab ich so meine eigenen Kriterien entwickelt :
1. Lage ist alles. Ein Platz direkt am Wasser oder mit toller Aussicht macht den halben Urlaub.
2. Sanitäranlagen müssen sauber sein. Klingt banal, ist aber entscheidend – besonders mit Kindern.
3. Schatten. Im August in Spanien ohne Bäume ? Keine gute Idee.
4. Ruhige Nachbarparzellen. Nichts schlimmer als laute Partys bis drei Uhr morgens direkt nebenan.
5. Nähe zu echten Orten. Supermärkte, Dörfer, Restaurants – man will ja auch mal raus.
Wann ist die beste Reisezeit für Camping in Europa ?
Das kommt natürlich auf das Ziel an – aber generell gilt : Juni und September sind Gold wert. Weniger Touristen, angenehmere Temperaturen, günstigere Preise. Juli und August sind die Hochsaison – voller, teurer, aber natürlich auch mit dem meisten Strandfeeling.
Im Norden Europas – Skandinavien, Norddeutschland, Schottland – funktioniert Sommer-Camping eigentlich von Mai bis Oktober gut. Die Nächte sind kühler, aber die Landschaft ist dafür atemberaubend.
Fazit : Camping lohnt sich – wenn man den richtigen Platz wählt
Ich glaube, Camping ist dann perfekt, wenn man sich vorher gut informiert und nicht einfach irgendwo bucht, weil es günstig klingt. Die besten Plätze Europas haben alle eins gemeinsam : Sie verbinden Natur, Komfort und eine besondere Atmosphäre – und genau das macht einen Sommer wirklich unvergesslich.
Also : Wo zieht es dich diesen Sommer hin ? Kroatische Adria, toskanische Hügel, oder doch lieber ein ruhiger Waldsee in Bayern ? Die Wahl ist schwer – aber das ist doch das Schönste daran.
